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Ausgehend von den verfassungsrechtlichen Vorgaben der Strafverteidigung sowie von den prozessualen Verteidigerrechten und Beschuldigtenrechten, wie sie in der Strafprozessordnung (StPO) normiert sind, lassen sich der Strafverteidigung insbesondere 3 Aufgabenbereiche zuordnen:

1. Beistandsfunktion
Die besondere Beistandsfunktion des Verteidigers besteht in der Aufgabe, den Beschuldigten in seiner Rechtsstellung als Prozessobjekt zu schützen und ihm zu helfen, seine Rechte effektiv wahrzunehmen.
Diese Aufgabe resultiert insbesondere aus den zahlreichen Beschuldigtenrechten in der StPO in Verbindung mit dem Recht, sich in jeder Lage des Verfahrens des Beistands eines Verteidigers zu bedienen (§§ 137, 136 StPO) und den Anwesenheitsrechten des Verteidigers bei staatlichen Strafverfolgungsmaßnahmen gegen den Beschuldigten.
Verfassungsrechtliche Grundlagen dieser Beistandsfunktion bilden vor allem der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäß Artikel 103 Absatz 1 des Grundgesetzes und der Anspruch auf Achtung der Menschenwürde (Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes).

2. Aufklärungsfunktion
Die besondere Aufklärungsfunktion des Verteidigers besteht in der Aufgabe, diejenigen Tatsachen zu erforschen und vorzutragen, die zur Entlastung des Beschuldigten bzw. zur milderen Beurteilung seiner (etwaigen) Schuld förderlich sind.

3. Kontrollfunktion
Die besondere Kontrollfunktion des Verteidigers besteht in seiner Aufgabe, die Gesetzesgemäßheit des Verfahrens im Interesse des Beschuldigten zu überwachen.
Der Verteidiger hat die Aufgabe, zum Finden einer sachgerechten Entscheidung beizutragen, das Gericht -und ebenso Staatsanwaltschaft oder Behörden- vor Fehlentscheidungen zu Lasten seines Mandanten zu bewahren und diesen vor verfassungswidriger Beeinträchtigung oder staatlicher Machtüberschreitung zu sichern; insbesondere soll er die rechtsunkundige Partei vor der Gefahr des Rechtsverlustes schützen (Bundesverfassungsgericht NStZ 1997, 35).

Die Strafprozessordnung normiert eine Vielzahl von prozessualen Rechten des Verteidigers in allen Phasen des Verfahrens.

Die genaue Kenntnis dieser Rechte sowie auch die Kenntnis des materiellen Strafrechts mit seinen diversen Spezialbereichen (Jugendstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht, Straßenverkehrsstrafrecht, Sexualstrafrecht u.a.) ist notwendige Voraussetzung einer sachgerechten und effektiven Verteidigung.


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